„WIR gegen Bahnlärm in der VG Weißenthurm e.V.“, Anerkannte Umweltvereinigung in Rheinland-Pfalz

Informations-Quellen zum Bahnbetrieb und zu Bahnemissionen

Gliederung zu den Quellenhinweisen:

1.) Publikation „Lärmschutz im Schienenverkehr“

2.) Gutachten „Verkehrswende und Konzept für einen leiseren Schienenverkehr bis 2030“

3.) „Machbarkeitsstudie Mittelrhein“

4.) Jahresberichte zum Lärmmonitoring

5.) Jahresberichte zu Unfällen und Störungen im Schienenverkehr

6.) Liste von Eisenbahnunfällen in Deutschland von 1844 – 2024

7.) Hinweise auf Filmbeiträge von Güterzugunfällen insbesondere mit Gefahrgut

8.) „Open Railway Map“ u.a. zu den zulässigen Zuggeschwindigkeiten

9.) Digitalisierung und Europäisches-Zug-Kontroll-System (ETCS)

10.) Zustandskategorisierung von Eisenbahnbrücken/Überführungen

11.) Verkehrslärm-Schutzverordnung – 16. BImSchV

12.) Schienenlärmschutzgesetz

1.) Das Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) hat mit im März 2022 die 8. Auflage der Publikation „Lärmschutz im Schienenverkehr“ veröffentlicht. Auf 274 Seiten wird in sehr übersichtlicher und anschaulicher Weise alles Grundsätzliche und Wissenswerte zum Thema Bahnlärm und Bahnlärmschutz dargelegt. Es ist ein wertvolles Nachschlagewerk für Bahnlärmbetroffene und Interessierte. Bezüglich des Themas „Bestandsschutz“ siehe Kapitel 4 ab Seite 201
Die Publikation „Lärmschutz im Schienenverkehr“ ist als PDF-Dokument einsehbar unter folgendem Link: externer Inhalt auf bmdv.bund.de

2.) Im November 2025 wurde vom Umwelt-Bundesamt das Gutachten „Verkehrswende und Konzept für einen leiseren Schienenverkehr bis 2030“ veröffentlicht. Das Gutachten präsentiert ein umfassendes Konzept zur Reduktion des Schienenverkehrslärms bis 2030. Auf Basis einer Analyse der bisherigen Lärmpolitik werden Maßnahmen und Instrumente zur Verbesserung des Lärmschutzes im Schienenverkehr identifiziert. Es kann eingesehen oder heruntergeladen werden unter folgendem Link: externer Inhalt auf umweltbundesamt.de

3.) Am 03.08.2023 wurde die sogenannte „Machbarkeitsstudie Mittelrhein“ („Infrastrukturelle Konzeption für den Eisenbahnkorridor Mittelrhein: Zielnetz II“) seitens des BMDV vorgestellt mit vier Varianten einer Umfahrung des Mittelrheintals. Die Varianten I bis III enden im Unteren Mittelrheintal (Neuwied und Linz) und sind daher aus Sicht des Unteren Mittelrheintals von Koblenz bis Bonn inakzeptabel!
Nur die Variante IV entlastet das ganze Mittelrheintal von Mainz-Bischofheim über Taunus und Westerwald bis Troisdorf.
Aufgrund der bestehenden Unwirtschaftlichkeit wurde die Umsetzung aller vier Varianten seitens des BMDV aber auf unbestimmte Zeit verschoben. Einsehbar ist die Studie vom 20.02.2023 unter folgendem Link: externer Inhalt auf bmdv.bund.de (13,5 MB)

4.) Das „Eisenbahn-Bundesamt“ (EBA) in Bonn hat deutschlandweit seit 2019
19 Messstellen eingerichtet, um den Erfolg der Aktivitäten der Bundesregierung für den Lärmschutz an der Quelle zu belegen. Die Messstationen wurden so im Schienennetz positioniert, dass sie mehr als zwei Drittel des in Deutschland verkehrenden Güterzugverkehrs erfassen. Für unsere Region sind die EBA-Messstellen in Andernach und Lahnstein von besonderem Interesse. Die Jahresberichte zum Lärmmonitoring werden vom EBA gegen Ende des Folgejahres herausgegeben unter folgendem Link veröffentlicht: externer Inhalt auf laerm-monitoring.de

5.) Ebenfalls jeweils im Folgejahr gibt die „Bundesstelle für Eisenbahnunfalluntersuchung“ (BEU) als nachgeordnete Behörde des „Eisenbahn-Bundesamtes“ (EBA) Jahresberichte zu Unfällen und Störungen im Schienenverkehr heraus (z.B. für 2024 am 13.10.2025). Die Jahresberichte des EBA bzw. der BEU zu Unfällen und Störungen im Schienenverkehr finden sich unter folgendem Link: externer Inhalt auf eisenbahn-unfalluntersuchung.de

6.) Darüber hinaus findet sich bei WIKIPEDIA eine Liste von Eisenbahnunfällen in Deutschland von 1844 – 2024 in chronologischer Auflistung von Unfällen bei den deutschen Eisenbahnen, bei denen der Verlust von Menschenleben zu beklagen war, erheblicher Schaden verursacht wurde oder die aus anderen Gründen erwähnenswert sind unter folgendem Link: externer Inhalt auf wikipedia.org

7.) Hinweise auf Filmbeiträge zu Güterzugunfällen insbesondere mit gefahrgut: Im Jahr 2024 passieret alleine die EBA-Messstelle Andernach 28.604 Güterzüge (Ø = 78 Güterzüge/Tag, oder 7 Güterzüge/Stunde bzw. alle 9 Minuten die Durchfahrt eines Güterzuges), von denen viele auch Gefahrgut transportierten.

Erkenntnisreiche Einblicke in Güterzugunfälle geben folgende Filmbeiträge wieder:

I.) Die Feuerhölle von Zürich-Affoltern 1994 | SRF Archiv unter folgendem Link: externer Inhalt auf youtube.com

II.) MDR “Lebensretter“ I Zugunglück Elsterwerda I 1997 unter folgendem Link: externer Inhalt auf youtube.com

III.) Güterzugbrand in Unkel 2019 unter folgendem Link: externer Inhalt auf youtube.com

IV.) Güterzug entgleist 2020 in Lahnstein unter folgendem Link: externer Inhalt auf youtube.com

V.) Güterzugunfall mit Gefahrgut 2023 in East Palestine/USA unter folgendem Link: externer Inhalt auf youtube.com

VI.) Güterzugunfall im St. Gotthardtunnel 2023 unter folgendem Link: externer Inhalt auf srf.ch

VII.) Güterzugbrand in Tschechien 2025 mit giftigem Benzol unter folgendem Link: externer Inhalt auf youtube.com

8.) Unter dem Begriff Open Railway Map kann man sich weltweit und damit auch deutschlandweit über die örtlich zulässigen Zuggeschwindigkeiten informieren.
Die zulässige Höchstgeschwindigkeit für Züge beträgt z.B. im Mittelrheintal je nach Streckenabschnitt maximal 160 km/h für Personenzüge (so z.B. in Weißenthurm und Sinzig) und 120 km/h für Güterzüge (120 km/h gilt für Güterzüge deutschlandweit grundsätzlich als zulässige Höchstgeschwindigkeit, wenn keine niedrigeren Geschwindigkeiten vorgegeben sind!!!).

Mitunter werden aber aufgrund von besonderen Umständen (z.B. Brückenschäden, reparaturbedürftige Gleislagen) die grundsätzlich erlaubten Höchstgeschwindigkeiten seitens InfraGO AG (bis Dezember 2023 DB Netz AG) aus Sicherheitsgründen herabgesetzt, meist aber in der Open Rail Map nicht berücksichtigt.
Daher ist ggf. die aktuelle Lagefeststellung der örtlich zuständigen DB InfraGO AG (für die Region der VG Weißenthurm in Koblenz) einzuholen.
Wer sich über die grundsätzlich in seinem Streckenabschnitt zulässigen Höchstgeschwindigkeiten der Züge informieren möchte, sei folgender Link empfohlen: externer Inhalt auf openrailwaymap.org

9.) Mit der Digitalisierung und der Einführung des „European Train Control System“ = Europäisches-Zug-Kontroll-System (ETCS) kann der Schienenverkehr auch im Mittelrheintal weiter verdichtet und die Zahl der Zugdurchfahrten deutlich gesteigert werden. Die Betriebstechnik ETCS Level 2. erlaubt den Verzicht auf die gewohnten Signalanlagen entlang der Strecke.

Die Züge können dann im Abstand ihres maximalen Bremsweges hintereinanderfahren. Das erlaubt eine deutlich höhere Auslastung der Strecke.
Wer sich über die Digitalisierung des deutschen Anteils des Rhein-Alpen-Korridors von Emmerich bis Basel insbesondere im Hinblick auf die Zukunft des Mittelrheintals informieren möchte, sollte sich den kurzen Film der Deutschen Bahn AG ansehen.
Hier der entsprechende Link: externer Inhalt auf digitale-schiene-deutschland.de

10.) Der Zustand von Eisenbahnbrücken/Überführungen wird in den Zustandskategorien 1 bis 4 erfasst und dokumentiert. Wer sich über die Zustandskategorie der Bahnbrücken in seiner Region informieren möchte, findet diese Informationen unter folgendem Link: externer Inhalt auf bruecken.deutschebahn.com

11.) Über die zulässigen Lärm-Obergrenzen gibt die „Sechzehnte Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes“ (Verkehrslärm-schutzverordnung – 16. BImSchV) im § 2 Auskunft unter folgendem Link: externer Inhalt auf gesetze-im-internet.de

12.) Das „Gesetz zum Schienenlärmschutz“ (SchlärmschG) (Gesetz zum Verbot des Betriebs lauter Güterwagen) in der Fassung vom 07.10.2024, verbietet seit dem 13. Dezember 2020 das Fahren oder Fahrenlassen lauter Güterzüge auf dem deutschen Schienennetz. Auskunft hierzu unter folgendem Link: externer Inhalt auf recht.bund.de

Dazu finden sich interessante Ausführungen von der DB Infrastruktur Gemeinwohl Orientiert AG (DB InfraGO) unter folgendem Link: externer Inhalt auf dbinfrago.com