Start

Bürgerinitiative WIR gegen Bahnlärm in der VG Weißenthurm e.V.

Liebe Leser, die Lage für viele Menschen im Mittelrheintal hat sich durch die massive Zunahme des Bahnlärms und der damit einhergehenden Erschütterungen erheblich verschlechtert. Inakzeptable Opfer gesundheitlicher, persönlicher und wirtschaftlicher Art werden von den Bahnanwohnern zugunsten des Bahnbetriebes erzwungen. Das Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit wird ihnen, staatlich sanktioniert, versagt. Die Situation ist heute bereits unerträglich. Eine Fortsetzung der gegenwärtigen Bahnstrategie wird zu verheerenden Konsequenzen für das Mittelrheintal führen. Bereits heute sterben ganze Ortslagen durch Aufgabe von Gebäuden und Abwanderung der Menschen.

Hierzu zwei Beispiele: In Kaub im Oberen Mittelrheintal, ist die Bevölkerung von ehemals über 2.000, auf ca. 800 Einwohner geschrumpft. In Weißenthurm im Unteren Mittelrheintal, droht die Innenstadt beiderseits der Bahngleise zu sterben. Im Neubaugebiet entstehen dafür „Lärmfluchtburgen“. Dort versuchen die Menschen, sich mit meterhohen Wällen und Mauern vor dem zunehmenden Lärm zu retten. Gelingt es den Bürgern und politisch Verantwortlichen nicht, der Deutschen Bahn in ihrem rigorosen Vorgehen Einhalt zu gebieten und sie zu einem Strategiewechsel zu zwingen, wird das Mittelrheintal in den nächsten zehn Jahren zunehmend zu einem reinen Frachtkorridor verkommen. Damit würde es seine Einmaligkeit als Natur- und Kulturlandschaft verlieren. Ein unwiederbringlicher und unverantwortlicher Verlust nicht nur für Deutschland, sondern auch für Europa und das Weltkulturerbe.

Wir fordern:

1. Sofortige Umsetzung aller möglichen Lärmschutzmaßnahmen zur Abfederung der zunehmenden Belastungen durch den anwachsenden Güterzugverkehr. Ziel: Reduzierung des Bahnlärms um mindestens 15 Dezibel bis 2016 und um weitere 30 Dezibel bis 2020.

2. Gleichzeitige Ertüchtigung von Ausweichstrecken (z.B. über Gießen, Trier oder durch Belgien und Frankreich) zur Entlastung des Mittelrheintals bis zur Fertigstellung einer, wie auch immer gearteten, Neubautrasse.

Ziel: Reduzierung auf max. 400 Güterzüge im Mittelrheintal pro Tag innerhalb der nächsten fünf bis max. zehn Jahre.

3. Unverzügliche Planung des Neubaus einer Güterzugtrasse (z.B. parallel zur A 61, A 3, ICE-Strecke Köln-Frankfurt oder als Tunnellösung Troisdorf-Wiesbaden). Ziel: Baubeginn spätestens 2020, Fertigstellung spätestens 2030.

Es scheint voranzugehen, aber wie unser Verbandsbürgermeister Georg Hollmann immer sagt:

„Wir müssen den Druck aufrecht erhalten!!!“

Dazu brauchen wir Ihre Unterstützung. Satzung und Anmeldeformular stehen bereit. Wir sind ein familienfreundliches Unternehmen, daher zahlt auch nur ein Familienmitglied seinen Beitrag, aber alle andern können ebenso Mitglied werden und mitmachen.

2 Kommentare

  1. Guten Tag, im Mitteilungsblatt Weissenthurm (Nr. 45) war zu lesen, dass endlich eine Gabionenwand genehmigt sei. Als Bürger von Weißenthurm, Langfuhr, würde ich gerne wissen, ob diese Wand auch in unserer Straße errichtet werden soll.
    Können Sie mir diese Information geben?
    Danke
    Rolf Färber

    • Johannes Juchem

      27. Oktober 2016 at 21:17

      Sehr geehrter Herr Färber,

      haben Sie vielen Dank für Ihre Nachfrage.

      Sehr gerne informieren wir Sie über unser bald vierjähriges Engagement als Weißenthurmer Bürgerinitiative im Kampf für ein leiseres Mittelrheintal und über den aktuellen Sachstand hier vor Ort in Weißenthurm.
      Unser 1. Vorsitzender Rolf Papen wird sich diesbezüglich umgehend mit Ihnen telefonisch in Verbindung setzen.
      Sie erreichen ihn aber auch unter der Telefonnummer 02637-4349 oder per E-Mail papen.rolf@web.de

      Mit freundlichen Grüßen,
      Johannes Juchem
      „WIR gegen Bahnlärm in der VG Weißenthurm e.V.“
      Schriftführer

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

*