Auf dieser Seite finden Sie eine chronologisch aufsteigend sortierte Ansammlung von Zitaten mit Relevanz zur  Bahnlärm-Problematik.

(Chronologisch aufsteigend)

„Oft tut auch der Unrecht, der nichts tut; wer das Unrecht nicht verbietet, wenn er kann, befiehlt es!“

Mark Aurel (* 121 – † 180), Römischer Kaiser von 161 bis 180

Quelle: Mark Aurel: „Selbstbetrachtungen“, Wiesbaden 1979, Seite 123


„Wir wissen zur Genüge, dass es töricht wäre, Markt, Wettbewerb

und das Spiel von Angebot und Nachfrage für Einrichtungen zu halten,

von denen wir auf allen Gebieten und unter allen Umständen

das Beste erwarten können.“

Wilhelm Röpke

(1899-1966)

Deutscher Ökonom und Sozialphilosoph, gilt als einer der geistigen Väter der Sozialen Marktwirtschaft.

Quelle: Röpke, Wilhelm: „Jenseits von Angebot und Nachfrage“,

Düsseldorf 2009 (Nachdruck der Erstausgabe von 1958), Seite 183


„Handel und Industrie können selten in einem Staate blühen, wenn nicht ein gewisser Grad von Vertrauen auf die Gerechtigkeit der Regierungen vorhanden ist.“

Adam Smith (*1723 – † 1790, Schottischer Moralphilosoph und Begründer der klassischen Volkswirtschaftslehre

Quelle: Smith, Adam „Reichtum der Nationen“ (1776), Paderborn (ohne Jahr), Seite 950


„Eines Tages wird der Mensch den Lärm ebenso unerbittlich bekämpfen müssen wie die Cholera und die Pest“

Robert Koch

(1843 – 1910)

Mediziner, Mikrobiologe und Hygieniker

Quelle: DIE ZEIT, 11.01.1963, Seite 13


„An die Spitze einflussreicher Unternehmen gehören Leute, die glaubwürdig sind, weil sie integer sind und ihr Wirtschaftsdenken nicht von ihrem Selbstverständnis als anständige Bürger abspalten.“

Peter Ulrich

Gründer des Institutes für Wirtschaftsethik St. Gallen, erster Lehrstuhlinhaber für Wirtschaftsethik

Quelle: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung , 12. Juli 2009, Seite 34


 „Die Politik muss nicht nur »marktgerecht« und »marktkonform« sein,

sondern muss in der Gestaltungder Rahmenbedingungen,

nach allen Seiten wohl abgewogen, immer die Interessen

aller betroffenen Menschen im Auge haben.“

Hans Küng, Theologieprofessor

Quelle: Küng, Hans, „Anständig wirtschaften“, ungekürzte Taschenbuchausgabe München 2012, Seite 81


„Zwischenzeitlich wissen wir aus vielen Studien wie schädlich dauerhaft  hohe Umweltschallpegel sich auf die Gesundheit der Bevölkerung auswirken. Nicht vergessen darf man hierbei, dass die  hohe Lärmbelastung oft auch mit einer hohen Belastung der Luft mit Schadstoffen einhergeht. Ganz klar: Lärm ist ein Problem mit großer gesundheitlicher Relevanz, der zudem auch Lebensräume zerstört.“

Dr. Jürgen Hoffart, Hauptgeschäftsführer der Landesärztekammer Rheinland-Pfalz

Quelle: Ärzteblatt Rheinland-Pfalz, 3/2013, Seite 5


„Die Bevölkerung wird vermeidbaren Risiken durch Lärm und Emissionen ausgesetzt, die alle Bereiche des Lebens betreffen, so den Aufenthalt im Freien, das Lernen in Schulen, Wohnräume, Erholungsgebiete sowie viele soziale Interaktionen u.a.m., es werden vermeidbare Gesundheitsstörungen und Krankheiten ausgelöst durch die falsche Definition von Grenzwerten werden kausale Auslöser negiert und damit letztlich die Verantwortlichkeiten für die Schädigungen verdeckt.“

Dr. med. Henning Thole, Berlin – kfberlin e.V. und AK „Ärzte gegen Fluglärm”, Herausgeber von www.fluglaerm-fakten.de

 Quelle: Ärzteblatt Rheinland-Pfalz, 3/2013, Seite 14 


 „Man muss aufpassen, dass man die Leute nicht so reizt,

dass sie etwas Unbesonnenes tun!“

Roger Lewentz, Innenminister von Rheinland-Pfalz

Quelle: Süddeutschen Zeitung, 16.03.2013


„Wirtschaftsinteressen gehen in Deutschland vor Lärmschutz.“

SWR/RP

Leiter des Fachgebiets Schienenfahrzeuge am Institut für Land- und Seeverkehr der Technischen Universität Berlin

Quelle: SWR/RP, „Zur Sache“, Donnerstag, 04.04.2013, 20:15 -21:00 Uhr


„Wir lassen uns nicht mehr länger zum Narren halten. Der Rhein lebt und weiß sich zu wehren!“

Frank Gross, Sprecher „Pro Rheintal“

Quelle: Super-Sonntag, 11.04.2013


„Wir werden niemanden wählen, der weiterhin, mit einer technischen Infrastruktur des 19. Jahrhunderts, mit rollendem Material aus der Mitte des 20. Jahrhunderts, den Güterverkehr des 21. Jahrhunderts bewegen will.“

Jürgen Nimptsch, Oberbürgermeister der Stadt Bonn

Quelle: Ansprache bei der Bahnlärm-Demonstration am 28.04.2013 in Bonn


„Sicherheit ist für uns das oberste Gebot.“

„Auf Neu- und Ausbaustrecken gibt es heute keine Weichen mehr direkt vor Brücken und Tunneln.“

Rüdiger Grube, Chef der Deutschen Bahn AG,

Quelle: faz.net, 24.05.2013,

(Interview zum Bahnunglück vor 15 Jahren am 03.06.1998 in Eschede)


„Güterwaggons könnten heute genauso leise gebaut werden, wie Personenwagen.“

Roger Lewentz, Innenminister von Rheinland-Pfalz

Quelle: rlp.de, 07.06.2013, Zugriff: 15:45 Uhr


„Durch die bisherige Fixierung auf einen tiefen Beschaffungspreis konnte der Güterwagen an der notwendigen Weiterentwicklung bisher nicht teilhaben und bremst den Güterverkehr als Ganzes.“

Prof. Markus Hecht, Leiter des Fachgebiets Schienenfahrzeuge am Institut für Land- und Seeverkehr der Technischen Universität Berlin

Quelle: : „Internationales Verkehrswesen“, 2/2013, Seite 65


„Wenn es um die Gesundheit der Bevölkerung geht, reicht es nicht, auf Freiwilligkeit oder Marktanreize zu setzen, der Bund muss hier im Sinne des Ländervotums dringend nachbessern.“

Ulrike Höfken, Umweltministerin von Rheinland-Pfalz

Quelle: rlp.de, 07.06.2013, Zugriff: 16:25 Uhr


„Das Bahnwesen ist schlichtweg sehr komplex und damit störungsanfällig.“

Rüdiger Grube, Chef der Deutschen Bahn AG

Quelle: Welt am Sonntag, 18.08.2013, Seite 27 – 29


„Es wird (bei der Bahn) auf Verschleiß gefahren!“

Heiner Mohnheim, Verkehrswissenschaftler, Geograph und emeritierter Professor der Universität Trier

Quelle: DER SPIEGEL, 19.08.2013, Seite 76


„Der Korridor 1, der von den Ara-Häfen (Antwerpen, Rotterdam, Amsterdam) über das Rheintal und die Schweiz zum italienischen Hafen Genua verläuft, geht dieser Tage – genau am 10. November 2013 in Betrieb.“

Oliver Sellnick, Leiter Geschäftsentwicklung der DB Netz AG

Quelle: dvz.de (BVZ Logistik auf der Schiene) 04.11.2013,


„Frachtkorridore werden Wirklichkeit“ –  

und

„Es ist nur logisch, Lärmspitzen künftig nicht nur bei der Beurteilung von Nachtfluglärm, sondern auch bei der Beurteilung von nächtlichem Bahnlärm zu berücksichtigen.“

Frank Kupfer, Umweltminister von Sachsen

Quelle: 02elf.net, Freitag, 15.11.2013, 10:25 Uhr 


 „Unter Berücksichtigung der geltenden Rechtsvorschriften der EU ist die Kommission der Auffassung, dass die nationalen Maßnahmen zur Bekämpfung der Geräuschemissionen von Güterzügen wie Geschwindigkeitsbegrenzungen oder Fahrbeschränkungen zu bestimmten Tages- oder Nachtzeiten nicht gegen den Grundsatz des freien Verkehrs von Waren und Dienstleistungen verstoßen, wenn sie gleichermaßen für alle Betreiber von Güterzügen für Fahrten durch das nationale Hoheitsgebiet – unabhängig von der Herkunft dieser Betreiber – gelten und wenn sie keine erheblichen Auswirkungen haben, die den Grundsatz des freien Verkehrs in Frage stellen “

Siim Kallas, EU Kommissar für Verkehr

Quelle: e-mail von Willi Pusch vom 20.11.2013


„Der Schutz vor dem Lärm muss durch eine zügige Umrüstung aller Fahrzeuge schneller vorankommen und darf sich nicht nur auf den Austausch der Bremssohlen beschränken.“

Roger Lewentz, Innenminister von Rheinland-Pfalz

Quelle: dpa, 26.11.2013


„Wenn man täglich mit den Lärmopfern spricht und ihre Leiden kennt und andererseits begreift, dass mangelnde Sorgfalt und technische Defekte den übermäßigen Bahnlärm produzieren, dann versteht man, dass nur klare Restriktionen wie ein Nachtfahrverbot helfen, um dem ein Ende zu setzen.“

Frank Gross, Sprecher „Pro-Rheintal“

Quelle: hessen-tageblatt.com, 27.11.2013, Zugriff: 17:04 Uhr“ 


 „Pünktlichkeit, Sauberkeit, Sicherheit und Zuverlässigkeit müssen Markenzeichen der Deutschen Bahn werden.“

Dr. Peter Ramsauer, Bundesverkehrsminister

Quelle: Kölner Stadt-Anzeiger (ksta.de) 01.12.2013, Zugriff: 14:55 Uhr


 „Was ich an Herrn Ramsauer schätze, ist sein gesunder Menschenverstand, bei ihm sind eins und eins immer zwei.“

Rüdiger Grube, Chef der Deutschen Bahn AG

Quelle: spiegel.de, 11.12.2013, 14:19 Uhr


„Ich appelliere an die Unternehmen, ihre Flotten (Uralt-Güterwaggons) zügig umzurüsten. Wir unterstützen diese Umrüstung finanziell. Aber wer bis 2020 nicht auf lärm-mindernde Technik umgerüstet hat, wird dann das deutsche Netz nicht mehr befahren dürfen.“

Alexander Dobrindt, Bundesverkehrsminister

Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.01.2014,


„Die Bahn braucht einen Modernisierungsschub“

und

 „Die Umweltministerkonferenz stellt fest, dass die Belastung der Bevölkerung durch Verkehrslärm trotz aller Minderungsmaßnahmen zunimmt und der Lärm die Umweltbelastung mit der höchsten Anzahl von Betroffenen darstellt. Daher muss der Schutz gegen Verkehrslärm deutlich verbessert werden, zumal das bestehende Regelwerk Lücken aufweist und neuere wissenschaftliche Erkenntnisse nicht ausreichend berücksichtigt.“

  1. Umweltministerkonferenz am 09.05.2014 in Konstanz

Unterzeichner: Ulrike Höfken und Roger Lewentz  (Umweltministerin und Innenminister Rheinland-Pfalz), Tarek Al-Wazir und Priska Hinz (Verkehrsminister und Umweltministerin Hessen), Winfried Hermann und Gisela Splett (Verkehrsminister sowie Staatssekretärin und Lärmschutzbeauftragte Baden-Würtemberg), Johannes Remmel und Michael Groschek (Umweltminister und Verkehrsminister NRW) 


„Und am Ende muss wahrscheinlich trotz aller Potenziale, die man noch ausschöpfen kann, auch da und dort größer gedacht werden. Es wird auf Dauer auch auf der Schiene nicht möglich sein, den Verkehr des 21. Jahrhunderts auf einem Schienennetz des 19.Jahrhunderts abzuwickeln. Ohne Tempolimits, Tunnel oder gar neue Trassen wird es auf Dauer nicht gehen. Auch im Interesse der Wirtschaft.“

Allgemeine Zeitung Mainz

Quelle: allgemeine-zeitung.de/finanzen.net, 20.05.2014, 19:19 Uhr , Zugriff: 21.05.2014, 17:45 Uhr


„Bei der Deutschen Bahn gilt: Sicherheit ist oberstes Gebot. Diesem Gebot hat sich alles andere unterzuordnen.“

Frank Sennhenn, Vorstandsvorsitzender der DB Netz AG

Quelle: deutschebahn.com, 26.06.2014 


 „Laut einer regelmäßigen Umfrage des Bundesumweltministeriums fühlen sich 6 Prozent der Deutschen durch Fluglärm gestört, das sind 9 Prozentpunkte weniger als im Jahr 2000. Von lauten Zügen fühlen sich 15 Prozent der Deutschen gestört. Die Bahn hat die Luftfahrt beim Lärm also überholt.“

Klaus-Peter Siegloch, Präsident des Bundesverbands der Deutschen Luftverkehrswirtschaft

Quelle: faz.net, 09.07.2014 


 „Allein die Schäden durch Schienenverkehrslärm werden für Deutschland auf etwa 800 Millionen Euro jährlich geschätzt.“

3sat

Quelle: Quelle: 3sat.de, Freitag, 11.07.2014, 21.00 Uhr,


„Teurer Lärm – Gesundheit versus Wirtschaft“

„In zehn bis fünfzehn Jahren könnten wir 1500 Meter lange Züge einsetzen. Die Idee ist noch visionär, aber machbar.“

Dr. Karl-Friedrich Rausch, Vorstand für Transport und Logistik bei der DB Mobility Logistics AG

Quelle: Wirtschafts-Woche (wiwo.de), 19.07.2014 


 „Die Strecken entlang des Rheins werden an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen. Deshalb brauchen wir Alternativtrassen. Wir denken aber eher an eine Modernisierung der Strecke von Hagen über Gießen nach Frankfurt.“

Dr. Karl-Friedrich Rausch, Mitglied im Vorstand der DB Netz AG,zuständig für Netzplanung und Großprojekte

Quelle: e-mail von Willi Pusch vom 30.07.2014, 08:34 Uhr


„Nur wenn unsere Dörfer und Städte attraktiv bleiben, ausreichend Bildungs- und Arbeitsangebote anbieten, kann es uns gelingen, die Menschen bei uns zu halten und neue Einwohner zu gewinnen. Ein Hauptziel ist dabei der Erhalt der alten Ortskerne mit ihren gewachsenen Strukturen und ihrem unverwechselbaren Charakter.“

Dr. Alexander Saftig, Landrat des Landkreises Mayen-Koblenz

Quelle: Rhein-Zeitung, 29.09.2014 


 „Bahnlärm beeinträchtigt das tägliche Leben und macht krank. Ich setze mich weiterhin hartnäckig für die Verringerung des Bahnlärms im Mittelrheintal ein.“

Erwin Rüddel, Mitglied des Deutschen Bundestages

Quelle: nr-kurier.de, 10.10.2014 


 „Ich stehe dafür, dass alle Menschen in unserem Land gut leben können.“

Malu Dreyer, Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz

Quelle: SWR „Zur Sache“, 06.11.2014 


„Die Lebensqualität der Menschen in Rheinland-Pfalz soll weiter ausgebaut werden, egal ob in der Ausbildung, im Berufsleben, in der Familie oder im Alter.“

Roger Lewentz, Innenminister von Rheinland-Pfalz

Interview mit Roger Lewentz, am 07. 11. 2010

Quelle: roger-lewentz.de, Zugriff: 05.11.2014, 18:54 Uhr 


 „Die institutionalisierte, unabhängige Lärmwirkungsforschung an Universitäten gibt es praktisch nicht mehr, weder in der Akustik noch in der Psychologie oder Medizin. Deshalb gibt es in Mitteleuropa zum Thema Lärm praktisch nur noch Auftragsforschung.“

Prof. Dr. Rainer Guski, Leiter der NORAH-Studie

Quelle: laermstudie.de, Zugriff am 21.11.2014, 14:55 Uhr 


 „Bei ständigem Verkehrslärm erleben sie ständig kurzfristige Reaktionen. Zum Beispiel verengen sich Ihre Blutgefäße. Menschen können sich weder kognitiv noch körperlich an Lärm gewöhnen.“

Prof. Dr. Rainer Guski, Leiter der NORAH-Studie

Quelle: laermstudie.de, Zugriff am 21.11.2014, 14:55 Uhr 


 „Wir werden in Kürze eine Mahnwache organisieren und nach den jüngsten Verlautbarungen der Deutschen Bahn bin ich mir wirklich nicht mehr sicher, wo die Grenzen des zivilen Ungehorsams liegen und aufhören.“

Thomas Bungert, Bürgermeister der Verbandsgemeinde St. Goar-Oberwesel

Quelle: Rhein-Hunsrück-Zeitung vom 11.04.2015, Seite 19 


 „Ohne Alternativstrecke für den Güterverkehr geht das Welterbetal den Bach runter.“

Roger Lewentz, Innenminister von Rheinland-Pfalz

Quelle: Rhein-Zeitung, 08.05.2015


„Bahnlärm macht die Menschen krank!“

Ulrike Höfgen, Umweltministerin von Rheinland-Pfalz

Quelle: SUPER SONNTAG, 13.06.2015 


 „Im Verfassungsstaat bindet das Recht die Politik; politische Herrschaft kann gar nicht anders, als durch Recht und Gesetz ausgeübt zu werden.“

Udo Di Fabio, ehemaliger Bundesverfassungsrichter

Quelle: DER SPIEGEL, 19.09.2015 


 „Bis 2020 muss sich der Bahnlärm durch leisere Güterzüge halbiert haben, sonst werden wir uns für ein Fahrverbot lauter Güterzüge einsetzen. Um den Bahnlärm im Mittelrheintal  zu reduzieren, beteiligt sich auch die neue Landesregierung freiwillig an zusätzlichen Maßnahmen der DB zur Lärmreduzierung.“

Malu Dreyer, Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz

Quelle: Aus der Regierungserklärung von Ministerpräsidentin Malu Dreyer  in Mainz am 01.06.2016


„Gegen die niedrige Einstufung der alternativen Güterverkehrsstrecke für das Mittelrheintal im Entwurf des Bundesverkehrswegeplans hat die   Landesregierung beim Bundesverkehrsminister ihren Protest angemeldet. Das Land engagiert sich weiter, die Realisierungschancen für diese Projekte zu erhöhen.“

Malu Dreyer, Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz

Quelle: Aus der Regierungserklärung von Ministerpräsidentin Malu Dreyer in Mainz am 01.06.2016


„Eine alternative Güterzugstrecke ist unabdingbar. Wir erwarten, dass die Trasse zwischen Mainz-Bischofsheim und Troisdorf im Bundesverkehrs-wegeplan in den vordringlichen Bedarf aufgenommen wird. Ich werde dazu weitere Gespräche mit den beteiligten Ländern und dem Bund führen“

Volker Wissing, Wirtschaftsminister von Rheinland-Pfalz

Quelle: rlp.de, 01.06.2016 | Verkehr = Lärmschutz im Mittelrheintal


 „Allerdings – so wichtig eine zügige Umsetzung der Machbarkeitsstudie für die Alternativtrasse durch den Westerwald ist, so sehr müssen wir uns andererseits politisch auf das ‚Hier und Jetzt‘ konzentrieren.“

Erwin Rüddel, Mitglied des Deutschen Bundestages

Quelle: NR-Kurier, 31.08.2016 


„Ich werde nicht akzeptieren, dass eine Transitstrecke durch Europa zur gesundheitlichen Belastung für Rheinland-Pfälzer wird.“

und

„Wir wollen dort auch Tourismus haben, wir wollen Lebensqualität haben und vor allem haben wir den klaren Auftrag, die Gesundheit der Bevölkerung zu gewährleisten.“

Volker Wissing, Wirtschaftsminister von Rheinland-Pfalz

Quelle: swr.de, 11.10.2016, 15.20 Uhr und bild.de, 13.10.2016, 10:36 Uhr, „Wissing: Güterzüge sollen raus aus dem Mittelrheintal“ 


„Das Mittelrheintal geht über Koblenz und Weißenthurm hinaus. Deshalb setze ich mich auch weiterhin vehement zugunsten einer Machbarkeitsstudie für den Unteren Mittelrhein ein“

Erwin Rüddel, Mitglied des Deutschen Bundestages

Quelle: Ansprache bei der 49. Dienstag Demonstration gegen Bahnlärm am 10.01.2017  in Neuwied 


„Die Ausweitung der Untersuchung auf den Rheingau und das Untere Mittelrheintal wurde auf vergangenen Sitzungen des Beirats sowohl seitens der Bürgerinitiativen als auch der Länder Hessen und Rheinland-Pfalz gefordert. Bund und DB AG sind hierzu aber inzwischen nicht mehr bereit. Sie verweisen darauf, dass ohnehin eine Neubewertung des Sanierungserfordernisses anhand strengerer Grenzwerte in der Sanierungsrichtlinie des Bundes mit anschließender Nachsanierung bereits sanierter Strecken auf Kosten des Bundes erfolgen soll und es im Übrigen auch an einem entsprechenden Beschluss des Bundestags zur Bereitstellung von Mitteln für eine Ausweitung der Untersuchung fehle.“

Daniela Schmitt, Staatssekretärin im Wirtschaftsministerium von Rheinland-Pfalz

Quelle: Antwort vom 10.04.2017 auf die „Kleine Anfrage“ der Abgeordneten Guido Ernst und Horst Gies hinsichtlich der  Fortsetzung der Machbarkeitsuntersuchung zur Bahnlärmreduzierung im Mittelrheintal


„Nach neuester Analyse der EU-Kommission verringert die Investition von einem Euro in Lärmschutzmaßnahmen die Lärmschadenskosten um 29 Euro, die zum Beispiel dem Gesundheitssystem entstehen.“

Ulrike Höfken, Uumweltministerin von Rheinland-Pfalz

Quelle: Vortrag bei der Tagung „Lärmschutz – Zukunft für das Mittelrheintal“ in Koblenz am 25.04.2017 


„Für den Klimaschutz ist wichtig, dass mehr Personen und Güter die Bahn nutzen. Eine stärkere Verlagerung auf die Bahn muss aber Hand in Hand gehen mit leiseren Zügen und Bahnstrecken. Der Lärm ist und bleibt die Achillesferse des Schienenverkehrs. Schienenverkehrslärm mindert die Lebensqualität von einem Fünftel der Deutschen. Das muss sich ändern.“

Maria Krautzberger, Präsidentin des Umweltbundesamtes

Quelle: www.umweltbundesamt.de, 26.04.2017 „Jeder fünfte Deutsche leidet unter Schienenlärm – das muss nicht sein“ 


„Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt hat den Masterplan Schienengüterverkehr vorgelegt. […]

Vieles haben sich die Eisenbahnen in den zurückliegenden Jahren vergeblich gewünscht – jetzt gehen alle Wünsche fast gleichzeitig in Erfüllung.

Es ist wie Weihnachten im Sommer.“

Timon Heinrici, Korrespondent DVZ, Redakteur Eisenbahnen

Quelle: dvz.de (Deutsche Verkehrs Zeitung), „Schienengüterverkehr: Masterplan macht Wünsche wahr“

Zugriff: 26.06.2017, 18:15 Uhr 


„In Verantwortung für unsere durch zunehmenden Bahnlärm betroffenen Menschen und die Zukunft unseres Unteren Mittelrheintals müssen wir unser Engagement fortsetzen!“

Georg Hollmann, Bürgermeister der VG Weißenthurm

Quelle: Blick aktuell, 30.06.2017 „Bahnlärmgegner fordern Machbarkeitsstudie für Unteres Mittelrheintal“ 


„Wichtigstes Instrument zur Ermittlung der Lärmbelastung ist die EU-Richtlinie zur Bekämpfung von Umgebungslärm.

Nach dieser Richtlinie müssen die Mitgliedstaaten für große Ballungsräume und Haupteisenbahnstrecken Lärmkarten und nationale Aktionspläne zur Bekämpfung von Umgebungslärm erarbeiten. Zurzeit gibt es jedoch keine EU-Vorgaben für Lärm an Eisenbahnstrecken.“

Violeta Bulc, EU-Kommissarin für Verkehr

Quelle: Antwort von Violeta Bulc im Namen der Kommission auf Anfrage von MdEP

Arne Gericke (Freie Wähler) – übermittelt durch Dr. Ludwig Steininger am 23.02.2018


„Wenn die Güterzüge der Deutschen Bahn-AG weiterhin lärmend durch das Rheintal und damit auch durch Remagen brausen, so hat das vor allem damit zu tun, dass die Bahn jahrzehntelang Investitionen in die Infrastruktur verpennt und das Geld an den falschen Stellen ausgegeben hat.“

Oliver Krischer, Mitglied des Bundestages am 15.02.2018 in Remagen

Quelle: blick-aktuell.de, 19.02.2018, 15:38 Uhr 


„An der ein oder anderen Stelle haben wir Verzögerungen, das liegt ehrlicherweise auch an uns bei der Deutschen Bahn, aber auch an Genehmigungsbehörden so dass wir die Schienenstegdämpfer jetzt erst in diesem Herbst einbauen können mit `ner Verzögerung von knapp einem Jahr, aber die Botschaft ist:  Im Herbst kommen die Schienenstegdämpfer.“

Alexander Gehlhaar, Lärmbeauftragter der Deutschen Bahn AG

Quelle: SWR-aktuell, 12.04.2018, (Bahn kündigt mehr Lärmschutz im Mittelrheintal an) 


„Es ist nicht hinnehmbar, dass wirtschaftliche Interessen über die Gesundheit von Menschen gestellt werden. Hier geht es um das Überleben einer ganzen Region. Schauen wir uns doch die Orte entlang der Bahntrassen einmal an. Wer zieht denn hierhin, wenn der Nachbar Bahn im Viertelstundentakt sozusagen durchs Wohnzimmer rumpelt.“

Detlef Pilger, Mitglied des Deutschen Bundestages

Quelle: Lokalradar, 11.04.2018 • Seite 10


„Der Bau neuer Trassen, Zugverdichtungen und deutliche Zuwachsraten bei der Bahn dürfen nicht dazu führen, dass diese Entwicklung mit mehr Lärm einhergeht. Dabei können wir uns bei allen geforderten Lärmschutzmaßnahmen auf den Koalitionsvertrag berufen. Danach muss der Schienenlärm bis 2020 halbiert werden.“

Josef Oster, Mitglied des Deutschen Bundestages

Quelle: Blick aktuell, 23.04.2018


„Gemeinsam mit ihnen haben wir der Bundesregierung in den vergangenen Jahren ordentlich Druck gemacht und einige Erfolge verbuchen können. Doch es muss noch sehr viel mehr passieren.

Dafür werden wir morgen wieder zusammenkommen und zusammen streiten. Und ich werde wieder viele Gespräche führen und Eindrücke mit nach Berlin nehmen können, um das Anliegen in

den Bundestag zu tragen und dort weiterhin Dampf zu machen.“

Tabea Rößner, Mitglied des Deutschen Bundestages

Quelle: Ansprache bei der 65. Dienstag Demonstration gegen Bahnlärm am 08.05.2018 in Neuwied

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„Mit Logik und transparent nachvollziehbaren Kriterien scheint die Entscheidung des Bundesverkehrsministeriums nichts zu tun zu haben: Die Alternativstrecke Dresden-Prag in den „vordringlichen Bedarf“ hoch zu stufen und damit zuerst zu bauen, dafür die Alternativstrecke fürs Mittelrheintal weiterhin auf die lange Bank zu schieben, widerspricht den Zahlen. Laut der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage von mir beträgt die durchschnittliche Auslastung der Mittelrheintal-Strecke 83 Prozent, die der Strecke Dresden-Prag nur 57 Prozent. Jeder vernünftige Mensch würde meinen, dass also der Bedarf für die Alternativstrecke zum Mittelrheintal deutlich größer und damit auch dringlicher ist, weil dort die Menschen vom Bahnlärm extrem betroffen sind. Und da das Ministerium noch nicht sagen kann oder will, wie die Wirtschaftlichkeit der Alternativtrasse Troisdorf – Mainz-Bischofsheim im Vergleich zur Dresden-Prag-Strecke ausfallen würde, bleibt am Ende mindestens ein Geschmäckle zurück – von Kungelei, Intransparenz und Ignoranz gegenüber den Bedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger gar nicht zu sprechen.“

Tabea Rößner, Mitglied des Deutschen Bundestages

Quelle: E-Mail vom 12.01.2018


„Mehdorn leitete einen Raubbau an der Substanz von Schienen, Zügen und Gebäuden ein, von dem sich die Bahn bis heute nicht erholt hat. Und als Mehdorn ging, schafften es seine Nachfolger nicht, den Niedergang zu stoppen. Bis heute gibt die Bahn nicht genug Geld für den Erhalt der Infrastruktur aus. Brücken bröseln, Schwellen verrotten, Weichen schlagen aus. Die Bahn fährt auf Verschleiß.“

Quelle: DER SPIEGEL, 28.07.2018, Seite 63


„Der Transport von Personen und Gütern auf der Schiene ist aus ökologischen Gründen in unserer Gesellschaft von zentraler Bedeutung. Jedoch muss dieser Verkehr unter größtmöglicher Berücksichtigung der berechtigten Interessen der Anlieger erfolgen“

Andreas Geron, Bürgermeister der Stadt Sinzig

Quelle: http://www.general-anzeiger-bonn.de, 16.08.2018


„Wir gehen davon aus, dass durch die Umrüstung der Güterwagen und das Verbot von lauten Güterwagen ab 2021, es schon zu diesem Zeitpunkt relativ deutlich leiser wird im Rheintal.“

Michael Jäcker-Cüppers, Lehrbeauftragter der TU Berlin

Quelle: SWR – „Zur Sache Rheinland-Pfalz“, 16.08.2018


 „Das Problem ist eben der Mangel an Ausweichstrecken. Darauf wurde schon vor Jahren hingewiesen. Wir haben alle möglichen Ankündigungen erlebt, von der Trennung zwischen Güter- und Personenverkehr, bis zum Ausbau der Grenzübergänge. Da ist immer viel zu wenig passiert. Das mussten wir uns zuletzt einmal wieder zur Eröffnung des Gotthardtunnels vorhalten lassen. Die Schweizer sind längst fertig, während wir noch Jahre für die Zulaufstrecken brauchen. […]

Gewinnstreben und Gemeinwohl miteinander zu verbinden dürfte in einer privatwirtschaftlichen Aktiengesellschaft wie der Deutschen Bahn sehr schwierig sein. Da hat ein Vorstand bestimmte Verhaltensregeln, Treuepflichten und eine Gewinnerzielungsabsicht zu erfüllen. Das ist für alle Beteiligten die Quadratur des Kreises.“

Heiko Fischer, Vorstandsvorsitzender des Eisenbahnwaggon-Vermieters VTG

Quelle: Handelsblatt, 20. 08.2018, Seite 22 und 23


„Mit unserem Forschungsprojekt* bringen wir Hightech-Waggons aufs Gleis. Im Härtetest erproben wir digitale Innovationen und neueste Lärmschutztechnologien. Ich freue mich über die Ergebnisse der ersten Messungen. Sie zeigen, dass alle Wagen die zulässigen Lärmgrenzwerte deutlich unterschreiten und Energie sparen. Der Güterverkehr auf der Schiene kann künftig leiser, energieeffizienter und wirtschaftlicher unterwegs sein. Das ist ein wichtiger Schritt, um mehr Güter auf die Schiene zu bringen und die Akzeptanz des Schienengüterverkehrs insgesamt zu erhöhen.“ (*Aufbau und Erprobung von Innovativen Güterwagen)

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer

Quelle: DB Cargo Newsletter: railways 08/18 | InnoTrans 2018 | „Innovative Güterwagen“ Zugriff: 01.09.2018


27.09.2018 – Zitat-Sammlung aus dem Bericht der Parlamentsgruppe


„Mit dem Umsetzungsprozess zur Halbierung des Bahnlärms bis 2020 können wir sehr zufrieden sein. Der Lärmvermeidungsprozess ist aber auf Kontinuität angelegt und wir werden weiter dafür kämpfen, dass neue Technologien und Maßnahmen zum aktiven wie passiven Lärmschutz zügig in der Fläche eingesetzt werden.“

MdB Erwin Rüddel


„Wir haben in der letzten Wahlperiode einiges angeschoben. Doch weitere Schritte – über das Jahr 2020 hinaus – sind notwendig, um die Lärmbelastung zu verringern. Denn unsere Umwelt verlärmt immer stärker. Daher brauchen wir auch eine Gesamtlärmbetrachtung. Die Reduzierung des Lärms ist dabei nicht allein eine deutsche, sondern vielmehr eine gesamteuropäische Aufgabe, die wir mit unseren Partnerländern gemeinsam angehen müssen.“

MdB Tabea Rößner


„Fortschritte auf dem Weg zu einer leiseren Bahn wollen wir zukünftig in einem Fortschrittsbarometer transparent abbilden. Grundlage hierfür sind die Forderungen, die wir als interfraktionelle Parlamentsgruppe Bahnlärm heute vorgestellt haben. Darauf haben wir uns gemeinsam mit der Deutschen Bahn und dem Verband der Güterwagenhalter (VPI) verständigt.“

MdB Detlev Pilger


„Wir sind damit konfrontiert, dass die Belastung durch den Güterverkehr auf der Schiene zunehmen wird. Deswegen sprechen wir uns klar dafür aus, künftig bei weiteren Straßenplanungen Tunnellösungen zu präferieren. Konkret gilt es jetzt zügig bei der geplanten tunnelgeführten Neubaustrecke „Troisdorf/Mainz-Bischofsheim“ eine Höherstufung im Bundesverkehrswegeplan voranzutreiben, damit ein beschleunigtes Planverfahren durchgeführt werden kann.“

MdB Sandra Weeser

Quelle: tabea.roessner.wk@bundestag.de, 27.09.2018 14:58:09


„Um den Bau einer Neubaustrecke für den Güterverkehr wirtschaftlich begründen zu können, müsste sich das Verkehrsaufkommen des personen- und Güterverkehrs auf der Schiene deutlich, etwa um den Faktor 10, über die bis 2030 prognostizierten Zugzahlen hinaus erhöhen. Wann dieser Zustand erreicht sein wird, kann heute nicht belastbar eingeschätzt werden.“

Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium

Quelle: Antwortschreiben vom 07.01.2019 auf das Schreiben des MdB Patrick Schnieder vom 29.11.2018


„Ich habe den Eindruck, dass der Bund die alternative Güterverkehrsstrecke nicht will. Wenn dem so ist, dann soll der Bund das auch klar sagen.“

 Dr. Volker Wissing

Minister für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau – und stellvertretender Ministerpräsident in Rheinland-Pfalz

Quelle: zeit.de, 02. Februar 2019


„Wir werden nicht tatenlos zusehen, wie ein ganzes Tal unbewohnbar gemacht wird.“

Dr. Volker Wissing, Minister für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau und stellvertretender Ministerpräsident in Rheinland-Pfalz

Quelle: Rhein-Hunsrück-Zeitung vom 05. 02. 2019, Seite 3


„Man gewinnt doch fast den Eindruck, die wollen mit Gewalt unser Tal menschenfrei machen.“

Werner Groß

Bürgermeister der Verbandsgemeinde Loreley

Quelle: Rhein-Zeitung 06. Februar 2019 


„2020 wird der berühmteste Euphemismus der Schienentechnologie Pflicht sein. Die „Flüster“-Bremse, die mit 75 Dezibel (entspricht laut Google „Kantinenlärm, Waschmaschine beim Schleudern, Großraumbüro) quietscht, ist dann für (fast alle) alten Güterzüge Standard. Wesentlich effizienter als eine flüsternde Bremse, die brüllt, wäre die Alternativtrasse, über die nun seit Jahren diskutiert wird.“

Carsten Zillmann

Landeskorrespondent der Rhein-Zeitung

Quelle: Rhein-Zeitung, 07.02.2019


„Die Bahnstrecke im Mittelrheintal ist die gefährlichste Bahnstrecke Deutschlands.“

„Sie haben rund 80 Ortsdurchfahrten rechts- und linksrheinisch, da geht es ganz eng an den Häusern vorbei. In dieser Situation ist es eigentlich zwingend, über Sicherheitsmaßnahmen wie beispielsweise Tempolimits nachzudenken.“

„Die Themen Lärmschutz und Sicherheit müssen endlich konsequenter als bisher angegangen werden.“

„Ich Finde, man sollte sich bei den Bürgerinitiativen mehr auf innovativen und kostengünstigen Lärmschutz konzentrieren, statt auf ein Projekt, das frühestens in 30 Jahren fertig ist.“

Professor Heiner Mohnheim

Verkehrswissenschaftler, Geograph und emeritierter Professor der Universität Trier

Quelle: Rhein-Zeitung,09.02.2019


 „Da sind (bei der Bewältigung des Schienengüterverkehrs) die Nachbarn in den Niederlanden und der Schweiz tatsächlich wesentlich weiter als wir.“

 Richard Lutz

Vorsitzender des Vorstandes der Deutschen Bahn AG

Quelle: Rhein-Zeitung, 19. Februar 2019


„Es geht um nichts weniger als die Zukunft der Bürgerinnen und Bürger in unserem malerischen Mittelrheintal!“

Marc Ruland, Mitglied des Landtages von Rheinland Pfalz

Quelle: Pressemitteilung von MdL Marc Ruland vom 21.02.2019


„Gerade in den ersten 15 Jahren nach der Bahnreform machten sich viele Häuptlinge als Außenseiter und primär als Sanierer ans Werk – von der Bahn aber hatten sie keine Ahnung.“

„Wir haben seit Ewigkeiten Verkehrsminister, die alle mit dem Thema Bahn, was ihren Hintergrund betrifft, nichts zu tun hatten.“

„Alle reden davon, Straßen zu entlasten und den Schienenverkehr zu stärken, gleichzeitig nehmen wir jedes Jahr 500 Kilometer vom Netz.“

„Wenn wir in Deutschland vorwärtskommen wollen, dann brauchen wir ein Schienennetz, was nicht nur die Großstädte und die Metropolen anbindet, sondern wir brauchen den Fernverkehr auch in kleineren Großstädten und in Mittelzentren.“

Heiner Monheim

Verkehrswissenschaftler, Geograph und emeritierter Professor der Universität Trier

Quelle: Gabor Steingart, „Das Morning Briefing“, 04.03.2019


Der Schutz vor Verkehrslärm beim Neu- und Ausbau von Schienenwegen ist im Bundes-Immissionsschutzgesetz von 1974 geregelt. Für bereits existierende Strecken – also dem Bestandsnetz – gelten diese Bestimmungen allerdings nicht. Um die Lärmsituation jedoch auch hier zu verbessern, hat die Bundesregierung 1999 das freiwillige Investitionsprogramm „Lärmsanierung an bestehenden Schienenwegen des Bundes“ ins Leben gerufen.

Quelle: www1.deutschebahn.com/laerm/infrastruktur/laermsanierung-1095510, „Lärmsanierung an bestehenden Schienenwegen“

Zugriff: 10.03.2019, 09:45 Uhr


„Der Güterverkehr wird zunehmen, die Gesundheit und die Lebensqualität der Bewohner dürfen hierunter nicht leiden. Zur Alternativstrecke gibt es keine sinnvolle Alternative.“

„Wer unter Verweis auf das Gemeinwohl von seinen Mitmenschen erwartet, dass sie mit dem Lärm eines Presslufthammers zu Bett gehen, dass sie mit dem Lärm eines Presslufthammers Tag und Nacht verbringen, der bewegt sich außerhalb der gesellschaftlichen Wertevorstellung.“

„Was hier (im Mittelrheintal) gegenwärtig stattfindet, ist die Abwägung wirtschaftlicher Interessen der Gesellschaft einerseits, unter Inkaufnahme der gesundheitlichen Schäden der Menschen in diesem Tal und unter Inkaufnahme, dass man sie ihrer wirtschaftlichen Perspektiven beraubt.

Das ist unfair und ich sage es nochmal: Das ist keine Abwägung, die sich im Rahmen unserer gesellschaftlichen Wertevorstellung bewegt und deshalb muss das so schnell wie möglich geändert werden.“

„Wer das fordert (Verlagerung des Verkehrs von der Straße auf die Schiene), gleichzeitig aber nicht dafür sorgt, dass wir eine den Menschen zumutbare Nord- Südachse haben, der betreibt unehrliche Politik – und das ist in den heutigen Zeiten kein Beitrag, um die Menschen für unsere lebendige Demokratie zu begeistern.“

Dr. Volker Wissing

Minister für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau in Rheinland-Pfalz am 15.03.2019 im Deutschen Bundestag

Quelle: 87. Plenarsitzung des Deutschen Bundestages  am 15.03.2018,TOP 24 (Drucksache 19/7984)


„Die vom Bundesverkehrsministerium aufgelegten Sofortmaßnahmen im Umfang von 100 Millionen Euro sind eine erfreuliche Nachricht – sie können aber nur der Anfang umfänglicher Gesamtmaßnahmen sein, zieht man in Betracht, dass das Mittelrheintal 130 Kilometer lang ist.“

MdB Martin Hermann Rabanus

Quelle: „Newsletter von Martin Rabanus aus dem Bundestag und Wahlkreis“, 15.03.2019


„Das Gefühl von Ungerechtigkeit ist Gift für moderne Gesellschaften.“

Prof. Dr. Stefan Liebig, Professor für Soziale Ungleichheit und Sozialstrukturanalyse

an der Fakultät für Soziologie der Universität Bielefeld

Quelle: FOCUS,16.03.2019, Seite 57


„Allen sei doch klar, dass in Berlin das Mittelrheintal mit seinen 50 000 Einwohnern nicht interessiere; egal, wer regiere.“

 

Thomas Feser, Oberbürgermeister der Stadt Bingen

Quelle: Allgemeine Zeitung, 02.04.2019


„Mit weltweit 1,3 Milliarden Betroffenen ist die Lärmschwerhörigkeit eine der gravierendsten Folgen des Lärms. Lärmwirkungen gehen jedoch weit über das gehör hinaus.

Die sogenannten nichtauditorischen Lärmwirkungen umfassen Belästigungsreaktionen der exponierten Bevölkerung, Schlafstörungen, verschlechterte schulische Leistungen und Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems, wie Bluthochdruck und Herzinfarkt.

Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) fallen in Westeuropa jedes jahr circa 1,6 Millionen gesunde Lebensjahre den nichtauditorischen Lärmwirkungen zum Opfer. […]

Wir gewöhnen uns an viele Dinge – so häufig auch an Lärm. Die Gewohnheit ist jedoch selten vollständig, das heißt, pathophysiologische Prozesse finden nach wie vor statt, selbst wenn der Lärm als solchen nicht mehr wahrgenommen wird.“

Dr. Mathias Basner, MD, PhD, MSc,

Associate Professor University of Pennsylvania School of Medicine

Division of Sleep and Chronobiology, Department of Psychiatry

Quelle: Deutsches Ärzteblatt, Ausgabe A, 05.04.2019, Seite 235 („Was tun gegen den Lärm“)


„Ich betone bei allen Gelegenheiten in Berlin und im Wahlkreis, dass das Untere Mittelrheintal zwischen Koblenz und Bonn sowie das Moseltal bei Maßnahmen gegen den Bahnlärm nicht benachteiligt werden dürfen.“

„Durch die Gründung eines Aktionsbündnisses wird die Stimme aus dem Unteren Mittelrheintal und dem Moseltal gewichtiger.“

MdB Josef Oster

zur Gründung des „Aktionsbündnisses zur Bahnlärmreduzierung im Unteren Mittelrheintal und im Moseltal“ am 25.03.2019 in Weißenthurm

Quelle: blick-aktuell.de, 05.04.2019, 09:19 Uhr


„Der Schutz vor krankmachendem Lärm hat mit oberster Priorität zuerst den Menschen im ganzen Mittelrheintal von Bingen bis Bonn und im Moseltal mit gleicher Intensität und Qualität zu dienen! Danach gilt es selbstverständlich auch, unsere einzigartigen Landschaften an Rhein und Mosel mit ihren Burgen und Weinbergen zu schützen.“

 

Rolf Papen, Vorsitzender der Bürgerinitiative „WIR gegen Bahnlärm in der VG Weißenthurm e.V.“ in seinem Einführungsvortrag zur Gründung des „Aktionsbündnisses zur Bahnlärmreduzierung im Unteren Mittelrheintal und im Moseltal“ am 25.03.2019 in Weißenthurm

Quelle: blick-aktuell.de, 08.04.2019 – 08:31Uhr


„Wenn von der Alternativstrecke, zu deren Gunsten sich wohl auch wesentliche Veränderungen beim Kosten-Nutzen-Vergleich ergeben, primär die nächste Generation profitiert, will ich mich weiter für dieses Projekt einsetzen. Hinblickend des Bahnverkehrs in Deutschland gibt es keine Stelle, die massiver belastet ist als das Mittelrheintal“

 

MdB Erwin Rüddel

Quelle: nr-kurier.de, 09.04.2019 – 16:56 Uhr


„Wir ziehen da (in Sachen Bahnlärm) alle an einem Strang und es geht nicht um das Thema Wählerstimmen, es geht darum, dass die Menschen das nicht mehr ertragen können vom Lärm her und ich finde, wir müssen in Deutschland da einfach auch umsteuern, es geht auch darum, wie Menschen auch wirklich würdig leben können und so geht es eben nicht.“

 

Ministerpräsidentin Malu Dreyer im Telefon-Interview mit SWR 2 vor ihrem Gespräch mit Bundesverkehrsminister Scheuer am 11.04.2019 in Berlin

Quelle: SWR 2, Presse-Information, 11.04.2019


„Auch 25 Jahre nach der Bahnreform ist die Schieneninfrastruktur des Bundes weiter dramatisch unterfinanziert und hat aus unserer Sicht einen besorgniserregenden Zustand erreicht.“

 Aus dem Brandbrief von 270 Bahn-Betriebsräten an Bundesverkehrsminister Scheuer

Quelle: wiesbadener-kurier.de, 20.04.2019 


„Wenn unsere Gleise Menschen wären, wäre jeder sechste jenseits des Rentenalters und müsste trotzdem jeden Tag einen verdammt harten Job erledigen.“

Richard Lutz

Vorsitzender des Vorstands der Deutschen Bahn AG

Quelle: Süddeutsche Zeitung, 20.04.2019